Heiligung

Gibt es in unserer hektischen Zeit auch heute noch Spuren des Heiligen: Momente, in denen der weltliche Horizont sich weitet und uns klar wird, dass das, was ist, nicht alles ist? Ist Gott noch gefragt? Wo finden wir das Heilige im Alltag?

Wir schauen in die Politik: »Im sozialen und öffentlichen Leben zog das Heilige aus der Kirche aus und ging auf den Staat über« sagt Jung Mo Sung, Professor für Religionswissenschaften an der Methodistischen Universität von São Paulo über die zunehmende Radikalisierung der Wähler und Spaltung der Gesellschaft am Beispiel Brasiliens. Doch Institutionen dürften nicht als »heilig« betrachtet werden, denn wenn man etwas Menschliches zu »dem« Heiligen mache, würden wir in das verfallen, was die Bibel Götzendienst nennt.

So spüren wir in dieser Ausgabe dem Heiligen nach und gehen etwa mit Winfried Bolay in eine alte Kirche, zünden vor der Pieta eine Kerze an und nutzen die Möglichkeit, still zu werden und in die Heiligung einzutauchen, »das heißt in Resonanz zu gehen mit Gottes Bot-schaft an uns vom Heil und der Errettung«.

»Heilig ist, was Gott ge¬hört«, schreibt Pastor Christoph Klaiber. Und Heiligung bedeute, dass Gottes Geist real sei und mein Leben und die ganze Welt verändere.

Wir nehmen Sie mit und besuchen heilige Frauen wie Crescentia und gehen in die Natur, wo im Frühling alles sprießt. Auch dort können wir lernen: Heiligung hat mit Wachstum zu tun, mit Loslassen können, mit Quellen¬er¬fahrungen – und: Heiligung wird immer sichtbarer, je älter wir sind. Davon ist unsere Redakteurin Heide Lubahn überzeugt.

Das Wachsen kommt auch in unserer Jahreslosung vor, die Bischof Werner Philipp in seiner Andacht aufgreift: Hoffnung wächst, wo Neues beginnt. Ein wunder¬bares Wort für den Frühling: »Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!« Lassen wir uns überraschen!

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